Sachsens Wirtschaftsminister empfängt Vertreter Freier Berufe
Im Vorfeld hatten zahlreiche Mitgliedsorganisationen des LFB die Möglichkeit genutzt, umaus ihrer Sicht wichtige Probleme zuzuarbeiten, die dann in das
Gespräch einflossen. DerPräsident, Hans-Joachim Kraatz, stellte zunächst noch einmal die beruflichen Werte und deren Bedeutung für die Wirtschaft von Sachsen
dar. Anhand der Ausbildungsstatistik und der Gesamtbeschäftigtenanzahl konnte er überzeugend die Rolle der Freien Berufe für eine positive wirtschaftliche
Entwicklung im Freistaat Sachsen darstellen. Nachdrücklich wandten sich die Vertreter des LFB gegen die derzeit wieder massiv geführte Debatte um die
Einbeziehung der Freien Berufe in die Gewerbesteuer. Hier setzen Kommunen und Kreise aus Geldnot die Existenz der Freiberufler als klassischer Erbringer von
Dienstleistungen höherer Art aufs Spiel.
Auch das Thema Bürokratieabbau spielte in dem Gespräch traditionell eine große Rolle. Dabei ging es
insbesondere um die Problematik der Umsetzung von ELENA.
Minister Morlok machte klar, dass künftig die Förderprogramme für den Mittelstand
einerverstärkten Effizienzorientierung unterliegen. Dies bedeutet, dass nur noch eine Förderungder Freien Berufe stattfinden wird, wenn es sich hierbei um
innovative neue Ideen handelt.
Aus Sicht der Zahnärzte konnte LZK-Vizepräsident Dr. Breyer nochmals auf die Problematik des Ost-West-Angleiches der
Honorare hinweisen und dessen Rolle für die Beschäftigungspolitik in den Zahnarztpraxen darstellen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Thema
Existenzgründungsberatung in den Freien Berufen. Aufgrund der Vielfalt und der Vielzahl von Anfragen zu diesem Thema benötigtder Landesverband der Freien
Berufe hier die Unterstützung des Wirtschaftsministeriums.Dies betrifft insbesondere die nicht in eine Kammer eingebundenen Berufe, die aufgrund ihrer Struktur
selbst nicht in der Lage sind, hier Unterstützung für ihre Mitglieder zu leisten.
Abschließend lud Präsident Kraatz Minister Morlok ein, ein
Grußwort zum parlamentarischenAbend des Landesverbandes der Freien Berufe am 16. November 2010 zu halten.
Dr. Thomas Breyer, Vizepräsident des LFB
Sachsen






