Landesverband der Freien Berufe Sachen e.V. - Druckversion

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Ausdruck vom: 05.02.2023

Die Freien Berufe blicken auf eine lange Tradition zurück und wollen die Zukunft ihres Berufsstandes engagiert gestalten. Apotheker, Architekten, Ärzte, Dolmetscher und Übersetzer, Ingenieure, Notare, Patentanwälte, Physiotherapeuten, Rechtsanwälte, Restauratoren, Sachverständige, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Zahnärzte sowie die Angehörigen der freien Kulturberufe prägen unsere Gesellschaft und Wirtschaft in besonderem Maße. Sie erbringen wichtige Leistungen für ihre Patienten, Mandanten, Klienten und Kunden, die sie stets mit hohem persönlichem Engagement ausführen. Die Angehörigen der Freien Berufe stehen für ein hohes Maß an Liberalität und Eigenverantwortung in der Gesellschaft, engagieren sich aber auch für den Schutz von Menschen, die der Unterstützung der Gesellschaft bedürfen.

RA Cornelia Süß, Präsidentin

Aktuelle Themen
Februar 2023 - LFB Sachsen: Präsidentin Süß zu Gast bei Staatsminister Gemkow
Mitte Januar war die Präsidentin des LFB Sachsen, RA Cornelia Süß, zu Gast bei Staatsminister Sebastian Gemkow. Der Staatsminister ist in Sachsen für die Bereiche Wissenschaft, Hochschule und Forschung zuständig. Hauptthema des Gespräches war der Fachkräftebedarf bei den Freien Berufen und die Aktivitäten der sächsischen Fachkräfteallianz. Frau Süß berichtete anhand der Situation bei Anwälten und in der Justiz. Sie regte dringend an, in Dresden wieder eine Juristenausbildung zu etablieren (mit Abschluss Staatsexamen), um über den zu erwartenden „Klebeeffekt“ mittelfristig mehr juristischen Nachwuchs für Sachsen zu gewinnen. Ansonsten werden die Fachkräfteprobleme vor allem im ländlichen Raum größer.

Der Geschäftsführer des LFB Sachsen, Dr. Michael Schulte Westenberg, berichtete in dem Gespräch über die Situation bei Ärzten. Durch die zunehmende Teilzeittätigkeit bei Ärzten und Ärztinnen sowie das Inanspruchnahmeverhalten der Patienten steige der Bedarf an Medizinern weiter an, Hier braucht es neue Lösungsansätze, um Ressourcen zu schonen. Gleichzeitig könnten mehr ausländische Fachkräfte gewonnen werden, dazu ist aber eine entsprechenden Willkommenskultur nötig. Dies beginnt schon mit der Bereitstellung von Informationen zum Berufseinstieg durch die Behörden in verschiedenen Sprachen.

Abschließend hat Staatsminister Gemkow zugesagt, sich im Herbst den Fragen der Freien Berufe bei „LFB im Gespräch mit …“ zu stellen.
Januar 2023 - Freiberufliche Gründungen bestandsfester
Von 100 im Jahr 2015 neu gegründeten Unternehmen mit mindestens einem abhängig Beschäftigten waren bei den Freien Berufen 2020 noch 57,7 am Markt – bei den Gründungen in der Gesamtwirtschaft hingegen nur 46,6. Am bestandsfestesten erwiesen sich freiberufliche Gründungen mit Beschäftigten im heilkundlichen Bereich (69,4), gefolgt vom technisch-naturwissenschaftlichen Bereich (53,3) sowie dem rechts-, steuer- und wirtschaftsberatenden Bereich (52,5). Nur im kulturellen Bereich lagen die freiberuflichen Gründungen mit einem Wert von 38 unter dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Studie „Überlebenswahrscheinlichkeit von Gründungen in den Freien Berufen“, die das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn im Auftrag des Bundesverbandes der Freien Berufe e. V. (BFB) erstellt hat.

Weitere Informationen finden Sie in der Anlage.
Januar 2023 - Unternehmensnachfolgen erfolgreich unterstützen helfen – Ihre Erfahrung ist gefragt
Befragung zur Unternehmensnachfolge in Sachsen startet

Jährlich steht bei mehr als 1.000 Unternehmen in Sachsen eine Nachfolge an, vorrangig aus Altersgründen.

Bitte helfen Sie dabei, die Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten für Nachfolgerinnen und Nachfolger in Sachsen weiter zu verbessern. Erfahrungen, die Sie bei Ihrer eigenen Nachfolge gemacht haben, sind hierfür äußerst hilfreich.
Wie relevant waren Beratungs- und Finanzierungsmöglichkeiten? Wie bewerten Sie den Übergabeprozess rückblickend? Welche Hinweise möchten Sie geben, wie Unternehmensnachfolgen noch besser unterstützt werden können?
Diese und weitere Fragen sind Inhalt einer aktuellen Befragung im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, der sächsischen Industrie- und Handelskammern sowie der sächsischen Handwerkskammern und des Landesverbandes der Freien Berufe.

Bitte unterstützen Sie die Befragung und nehmen sich 10 Minuten Zeit dafür! Ihre Antworten und Einschätzungen sind ganz wesentlich für die Aussagekraft der Ergebnisse.

Die Befragung läuft noch bis 16. Februar 2023 und erfolgt selbstverständlich anonym.

Hier geht es zur Umfrage:
www.nachfolgebefragung.sachsen.de

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Dezember 2022 - LFB Sachsen: Präsidentin Süß zu Gast bei Wirtschaftsminister Dulig
Anfang dieser Woche war die neue Präsidentin des LFB Sachsen, RA Cornelia Süß, zu Gast bei dem sächsischen Wirtschaftsminister Martin Dulig. Ein Hauptthema des zweistündigen Gespräches war der Fachkräftemangel, sowohl bei akademischen wie auch bei den nicht-akademischen freien Berufen.

Die Landesregierung habe erhebliche Geldmittel für regionale Fachkräfteallianzen – diese existieren neben der landesweiten Fachkräfteallianz – zur Verfügung gestellt, betonte Dulig in dem Gespräch. Aktuell gäbe es zur Gewinnung von Fachkräften entsprechende Initiativen in Brasilien und Kirgisistan, weil dort eine hohe Jugendarbeitslosigkeit vorherrscht. Der Staatsminister bat den LFB Sachsen, seinerseits Modellvorhaben zur Fachkräftegewinnung vorzustellen.

Zudem hat der LFB Sachen in dem Gespräch Unterstützung bei einem Gutachten des Wirtschaftsministeriums zur Unternehmensnachfolge zugesagt.

Abschließend wurde vereinbart, zukünftig regelmäßig in Kontakt zu bleiben, um Fragen der Freien Berufe intensiver auszutauschen.
November 2022 - Energiekrise: Zu den Beschlüssen der Länder und des Bundeskanzlers
Für eine wirksame Entlastung der Wirtschaft braucht es mehr als halbe Sachen!

Im Zuge Ihrer Beratung am 2. November 2022 haben die Regierungschefs der Länder und der Bundeskanzler zahlreiche Beschlüsse gefasst, die durchaus zu begrüßen sind. Doch auch, wenn sie den nächsten Schritt in die richtige Richtung markieren, kommen sie zu spät und weisen einen erheblichen Nachbesserungsbedarf auf. Für eine wirksame Entlastung der Unternehmen ist es aus Sicht der Sächsischen Wirtschaft daher dringend geboten, die Beschlüsse besser an den aktuellen Erfordernissen auszurichten.
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